Mittwoch, 15. Februar 2017

Pizza-Brötchen ohne Hefe

Bis vor Kurzem wusste ich gar nicht so recht, was Pizzabrötchen eigentlich sind. Erst als ich neulich mit Freunden beim Italiener war und wir zum Abschluss (statt Dessert 😉) eine Tüte mit ofenfrischen Pizzabrötchen bestellt haben für den Heimweg, kam ich in den Genuss solcher.
Letztendlich sind Pizzabrötchen ja Brötchen aus Pizzateig, also normaler Hefeteig. 
Bei meiner Rezept-Recherche im Internet bin ich aber auch auf ein Rezept für Pizzabrötchen gestoßen, die ohne Hefe auskommen! Perfekt, d.h. nämlich, das die Gehzeit entfällt und das kleine italienische Brotglück schneller auf den Tisch steht ;)
Und was soll ich sagen? Ich habe das Rezept an einem Abend zubereitet, als mich dieselben Freunde, mit denen ich beim Italiener essen war, besucht hatten. Die noch warmen Pizza-Brötchen gingen weg wie warme Semmeln.
Am nächsten Tag habe ich zum Mittag nochmal eine Fuhre gemacht und zu Salat gegessen. Den Rest habe ich eingefroren, muss aber zugeben, dass sie aus dem frisch aus dem Ofen viel besser schmecken als wenn man sie auftaut.
 Einen Teil der Brötchen habe ich schlicht gelassen (so hatten wir sie auch im Restaurant bekommen) und einen Teil mit klein geschnittener Paprika (entweder frisch oder eingelegte aus dem Glas) und getrockneten Kräutern verknetet. Beide Varianten schmecken sehr gut. Auch getrocknete Tomaten, Oliven und Käse kann ich mir als Füllung vorstellen! Probiert es gerne aus und erzählt mir in den Kommentaren, wie Ihr gerne Pizzabrötchen esst oder ob ihr sie vielleicht auch noch nicht kanntet und jetzt erstmal testen müsst! 
Zutaten für 15 kleine Brötchen:
200 g Mehl (bei mir Dinkelmehl Typ 630)
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
1 Ei
125 g Magerquark
5 EL Olivenöl

Zum Verfeinern:
klein geschnittene bunte Paprika
italienische Kräuter 

Zubereitung:
Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Quark, Ei und Olivenöl dazugeben und mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig kneten.
Wer mag, fügt jetzt noch Paprika und italienische Kräuter hinzu.
Den Teig in 15 gleichgroße Portionen teilen und jeweils zu Brötchen formen (den Teig einfach zwischen den Händen zu Kugeln formen).
Die Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen (mit etwas Abstand) und im vorgeheizten Ofen bei 170° C Ober-/Unterhitze 20 Minuten backen. Die Brötchen sollen keinesfalls braun oder von außen hart sein, wie man das sonst von Brötchen oder Brot erwartet. Ganz im Gegenteil: Die Pizzabrötchen sind auch von außen eher weicher Natur und innen drin super fluffig.

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Montag, 13. Februar 2017

Schupfnudeln mit Paprika-Sauerkraut

 Wisst ihr womit ich Schupfnudeln verbinde? Mit Messen! Klingt komisch, ist aber so. 
Als ich eine Zeit lange jedes Jahr bei der INFA in Hannover war, gab es mittags oft eine Portion Schupfnudeln. Völlig überteuert eigentlich, fünf Euro für eine kleine Portion und dann hatte man nicht mal viele Kartoffelnudeln drin. Jetzt habe ich endlich mal selber eine Schupfnudel-Pfanne gemacht, allerdings etwas abgewandelt, nämlich vegetarisch und mit Paprika!Das ist noch eine Spur würziger und das unten angegeben Rezept für 2-3 Personen (also zwei hungrige oder 3 weniger hungrige) habe ich auch in 2 Tagen auch allein aufgefuttert :D Nervennahrung in herzhaft für die Klausurenphase sozusagen ;)
Die Bilder sind leider wie bereits bei den vergangenen Rezepten schon lichttechnisch leider nicht so prall und weisen einen Blaustich auf, aber man muss das Tageslicht ja nehmen wie es kommt, wenn man keine Softbox & Co. hat ;)
Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g Schupfnudeln (entweder selbstgemacht nach einem Rezept von hier (statt runde Gnocchi einfach lange Schupfnudeln formen) oder gekauft)
1 Dose Sauerkraut (580 ml Inhalt) 
1 rote Paprika
1 EL Tomatenmark
Paprikapulver nach Belieben
etwas Rapsöl und Butter zum Anbraten

100 g Vollmilchjoghurt, saure Sahne oder Creme Fraiche
2 TL gehackte Petersilie (bei mit TK) 

Zubereitung:
Paprika waschen, halbieren, entkernen und in feine Stücke schneiden. Etwas Rapsöl in einem Topf erhitzen und Paprika darin anbraten für einige Minuten. Das Sauerkraut hinzufügen, mit Paprikapulver würzen und erhitzen.
Die Schupfnudeln in einer Pfanne mit etwas Butter braten, bis sie leicht braun sind. Das Paprikasauerkraut dazugeben und gut miteinander vermengen. Vor dem Servieren nochmals abschmecken.
Alles auf Teller anrichten und mit einem Klecks Joghurt und gehackter Petersilie garnieren.
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Donnerstag, 9. Februar 2017

Flädle mit Schwarzwurzel-Ragout [Winterspargel im Kräuter-Pfannkuchen]

Ich liebe ja Pfannkuchen und wie sieht es bei Euch aus?
 Sei es süß mit Banane & Schokolade oder mit Apfel, Zimt & Spekulatius-Creme oder herzhaft mit Spinat & Feta. Meine neueste Entdeckung ist dieser Flädle mit Schwarzwurzel-Ragout
Flädle ist das schwäbische Wort für Pfannkuchen. Meist mache ich Pfannkuchen mit einem Ei, aber dieses Mal habe ich den Teig ohne gemacht. Dadurch wird der Teig nicht so fluffig wie man es von bspw. Pancakes gewohnt ist, aber hier sind auch eher die französischen, hauchdünnen Pfannkuchen (Crêpes) gewünscht :)

Das Ragout ist zudem im Nu zubereitet. Die geschälte und in Scheiben geschnittene Schwarzwurzel wird mit Zwiebeln angebraten, mit Gemüsebrühe abgelöscht und köchelt einige Minuten vor sich hin. Anschließend kommt noch etwas Milch dazu und Speisestärke zum Andicken. Dann kann der Flädle auch schon mit dem Schwarzwurzel-Ragout und Walnüssen angerichtet und genossen werden!
Schwarzwurzeln sind auch bekannt als Winterspargel und haben von Oktober bis April Saison. Sie stammen ursprünglich aus den südlicheren Gefilden Europas wie Spanien, werden heutzutage aber immer mehr in Deutschland und seinen Nachbarländern Belgien und den Niederlanden angebaut. Seine Ernte ist ähnlich aufwendig wie die vom "richtigen" Spargel im Frühjahr/Frühsommer.
Das Wintergemüse ist reich an Ballaststoffen, Vitamin B1 und Mineralstoffen wie Eisen und Kalium. Wie auch der Chicorée und Topinambur enthält die Schwarzwurzel den löslichen Ballaststoff Inulin. Inulin soll die Aufnahme von Calcium und Magnesium fördern. Beide Nährstoffe sind wichtig für die Knochen.

Bei der Zubereitung der Schwarzwurzel sollte man unbedingt Einmalhandschuhe tragen. Nicht nur weil das Stangengemüse oft sehr erdig ist, sondern auch weil beim Schälen ein klebriger Saft austritt, den man nur schlecht von den Händen & Kleidung abbekommt. Die geschälte Schwarzwurzel sollte sofort in Zitronenwasser eingelegt werden, da sie sonst schnell braun wird.
vegetarisch - leckere Winterküche - ballaststoffreich

Zutaten für zwei gefüllte Flädle mit Schwarzwurzel-Ragout
Für die Flädle:
80 g Dinkelmehl (bei mir zur Hälfte Typ 630 und Typ 1050)
1 Msp Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
60 ml Milch
60 ml Mineralwasser
2 EL TK-Gartenkräuter (Schnittlauch, Petersilie, Knoblauch, Zwiebel) 
etwas Rapsöl

Schwarzwurzel-Ragout:
2 Schwarzwurzeln
1 Zwiebel
ca. 200 ml Gemüsebrühe
ca. 50 ml Milch
1 TL Speisestärke
Zitronensaft
etwas Rapsöl

Geröstete Walnüsse

Zubereitung:
Zuerst das Ragout zubereiten. Dafür die Schwarzwurzeln mit einem Sparschäler und Einmalschandschuhen schälen. Die Stangen anschließend in Scheiben schneiden und sofort in ein Gefäß mit Wasser und einen Schuss Zitronensaft einlegen (das verhindert das schnelle Braunwerden der Schwarzwurzeln).
In einem kleinen Topf etwas Öl erhitzen. Eine Zwiebel abziehen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel in dem Öl anschwitzen. Das Zitronenwasser von den Schwarzwurzeln abgießen und die Scheiben zu den Zwiebeln geben. Alles 2-3 Minuten anbraten und mit Gemüsebrüe ablöschen. Bei mittlerer Hitze ca. 5-8 Minuten garen, bis die Schwarzwurzel weich ist.
In der Zwischenzeit den Flädle-Teig zubereiten. Dafür Mehl mit Backpulver und Salz mischen. Milch und Sprudelwasser zufügen und alles kurz miteinander verrühren. Zuletzt die Kräuter unterheben. Eine große Pfanne mit etwas Öl erhitzen und die Hälfte des Flädle-Teiges hineingießen. Von jeder Seite ca. 1 Minute backen bis der Pfannkuchen leicht gebräunt ist.
Zu dem Schwarzwurzel-Ragout nun die Milch gießen. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und dazugeben. Daas Ragout hochkochen lassen, erst dann bindet die Stärke und dickt die Sauce an.
DIe Flädle nun auf zwei Teller geben und auf eine Hälfte jeweils das Ragout geben. Mit den gehackten und gerösteten Walnüssen bestreuen und zu klappen.
Fertig!

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Montag, 6. Februar 2017

Grünkohl Chips [Kale Chips]

Wenn man aus Norddeutschland kommt, gehört Grünkohlessen zum guten Ton.
Die Beilage heißt je nach Bundesland/Region Pinkel oder Bregenwurst. 
Aber das ist nicht so mein Fall. Ich habe es auf die Grünkohl-Chips abgesehen!
  Die geistern schon seit Jahren durch das Internet und gelten wohl schon als Superfood.
Auf letzteres kam es mir (in diesem Fall) weniger an - Grünkohl ist reich an Vitamin C, aber es ist auch bekannt, dass Vitamin C wie auch Folsäure, sehr empfindliche Vitamine sind, die bei Hitze oder Lagerung verloren gehen. Nach 30 Minuten Backofenaufenthalt ist dann wohl nicht mehr so viel davon übrig. Da liefert ein Smoothie mit rohem Grünkohl mehr von den Vitaminen 😉
Roher Grünkohl
Daneben enthält Grünkohl (der in manchen Regionen auch Braunkohl gennant wird) relativ viel Calcium. 100 g enthalten im Durchschnitt 200 mg, welches bei unzureichender Aufnahme, ein besonders bei Frauen ausgeprägtes Krankheitsbild, nämlich Osteoporose, verursachen kann. Mit 100 g Grünkohl hat frau immerhin schon mal 1/5 der Tagesaufnahme an Calcium aufgenommen.
Auch Kalium, Folsäure, Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin A und K sind reichlich im Grünkohl vertreten.
Die Grünkohl-Chips sind eine tolle Alternative zu Kartoffelchips, auch wenn es natürlich schon etwas anderes ist. Wer Grünkohl an sich aber mag, sollte mit den Chips aber auf seine Kosten kommen.

Zutaten für 2 Portionen:
 125 g Grünkohl
1 EL Olivenöl
1 gute Prise Salz

Zubereitung:
Den Ofen auf 130°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Grünkohl vom Strunk entfernen und in mundgerechte Stücke zupfen. Unter kaltem Wasser gründlich waschen und anschließend in einer Salatschleuder oder mit Papiertüchern gut trocken tupfen.
In einer großen Schüssel das Olivenöl mit Salz verrühren. Den Grünkohl zufügen und mit den Händen oder Salatbesteck gründlich vermengen, sodass alles mit der Öl-Marinade benetzt ist.
Den Grünkohl auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und gleichmäßig verteilen. Im Ofen ca. 30 Minuten kross backen. Zwischendurch immer mal wieder schauen, wie der Farbton der Grünkohl-Chips ist.
Die Grünkohl Chips sollten nicht braun werden - dann sind sie zwar besonders knusprig, aber leider auch etwas bitter.

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